Analyse qualitativer Daten anhand kodierender Verfahren

Leitung: Dr. Susanne Friese

 

 

 

 

 

 

 

Die Auswertung qualitativer Daten ist Thema dieses Workshops. Heutzutage ist es üblich ein Computerprogram wie z.B. F4 Analyse, MAXQDA oder ATLAS.ti, auch als QDAS bezeichnet (Computergestützte qualitative Daten-Analyse-Software) zu verwenden. Für die Datenerhebung ist es z. B. interessant zu wissen, welche Daten diese verarbeiten können und in welchen Formaten. Unter Umständen hat dies auch Auswirkung auf die Datenschutzerklärung für die Forschungsteilnehmenden. Denkt man in dieser Phase auch schon über die Details der Auswertung nach, können entsprechende Punkte an dieser Stelle noch integriert werden. QDAS ist übrigens bereits sehr nützlich in der Phase der Literaturrecherche und kann als Tool für die Erstellung einer systematische Literaturanalyse verwendet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den Gebrauch der Software schon einmal übt.

 

Wenn Daten vorliegen, muss man wissen in welcher Form diese in die Software importiert werden können. Interviewdaten müssen anders behandelt werden als Transkripte von Fokusgruppen oder offene Antworten aus einem Survey. Eine Entscheidung kann auch sein, Interviewtranskripte direkt in der Software der Wahl zu erstellen. Mit dem Datenimport geht auch die Projektorganisation einher, wie etwa die Benennung und Organisation der Dokumente, die Verarbeitung von Metainformation, um effektiv in der Softwareumgebung arbeiten zu können. Fehler an dieser Stelle können dazu führen, dass bestimmte Analysen später nicht durchgeführt werden können oder nur mit großem Mehraufwand.

 

Der nächste Schritt ist die Entwicklung eines Kodiersystems. Im Workshop beschäftigen wir uns zunächst mit dem Prozess des Kodierens allgemein: Was ist ein Kode? Was bedeutet es zu Kodieren, wie erstelle ich ein Kodierungsystem? Danach schauen wir uns an, wie dies bestmöglich in einer Software umgesetzt werden kann und welche weiteren Analyseschritte folgen.

 

Praktisch werden wir die einzelnen Schritte von der Projektplanung, Kodierung von Datenmaterial und weiterführenden Analyse am Beispiel von ATLAS.ti üben. Jeder Teilnehmende erhält im Rahmen des Workshops eine kostenlose Semesterlizenz, die auch im nach Abschluss des Workshops weiterverwendet werden kann.

 

Zwischen dem ersten und dem zweiten Workshoptag liegt eine ganze Woche, in der Sie das bis dahin Gelernte umsetzen und üben können. Am zweiten Workshoptag besprechen wir Ihre Übungsprojekte und Sie lernen exemplarisch, welche weiteren Analyseschritten nach dem Kodieren erfolgen. Dieses Wissen wird Ihnen helfen, Ihr eigentliches Forschungsprojekt von Anfang an richtig zu gestaltet, so dass Sie nicht erst nach Fertigstellung Ihrer Arbeit sagen müssen: „Hätte ich das gewusst, dann hätte ich vieles anders gemacht!“

 

Da sie im Workshop selbst auch die Software bedienen sollen, ist es von Vorteil, wenn Sie mit zwei Bildschirme arbeiten und an einem Bildschirm dem Workshop online folgen und auf dem anderen Bildschirm in der Software arbeiten können. Sie erhalten von jeder Sitzung eine Aufzeichnung und können dann alles Schritt-für-Schritt nochmals nacharbeiten.

 

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 14 Personen begrenzt.

©2019 -2020 Dortmunder Methoden Werkstatt. Erstellt von Susanne Friese.

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