Grounded Theory für fortgeschrittene Projekte

Leitung: Prof. Dr. Peter Stegmaier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Grounded Theory-Verfahren sind konventionell zwei Verwendungsweisen verbunden: erstens die Generierung von gegenstandsbasierten Kategorien und Konzepten, zweitens der eng am Gegenstand der Forschung angeschmiegte Forschungsprozess. In diesem Kurs fokussieren wir weitgehend auf den erstgenannten Bereich.

Der Workshop Grounded Theory für fortgeschrittene Projekte wird sich nach einem kurzen Abriss der Grundlagen und Regeln des systematischen Aufschließens von Daten vornehmlich um nützliche Praxistipps und das Erarbeiten von gegenstandbasierten Kategoriensystemen im Zuge der axialen und selektiven Analyse drehen. Dafür ist es erforderlich, dass die Teilnehmenden für einen guten Teil der Daten bereits die Phase des offenen Analysierens erledigt haben. Nun dürften sie vor der Frage stehen, wie man auf Grundlage dieser Vorarbeit axial und selektiv vorgeht.

Der Hauptakzent liegt auf der praktischen Arbeit mit Daten. Verschiedene Verwendungsweisen des Ansatzes werden erläutert und besprochen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Zielsetzungen. Wir gehen dabei davon aus, dass Grounded Theory-Arbeit hermeneuti­scher Methoden bedarf, um die Daten gegenstandsangemessen zu deuten und die entstehenden Kategoriensysteme. Die Arbeit im Team wird auch thematisiert.

Der Workshop wendet sich sowohl an Anfänger, die im weiten Feld der qualitativen Sozialforschung nach Orientierung suchen, als auch an Fortgeschrittene, die ihre Methodenkenntnisse in diesem speziellen Bereich vertiefen und wei­terentwickeln wollen.

Workshopziele:

  1. Die Teilnehmenden lernen, im Sinne eines generalisierten Grounded Theory-Ansatzes zu denken und im Projektprozess selbstständig an­zuwenden.

  2. Die Teilnehmenden lernen, wie sie im Rah­men eigener Forschungsprojekte (Qualifikati­onsarbeit oder professionelle Forschung) das zu interpretierende Material aufbereiten und gegenstandsangemessen auslegen können.

  3. An eigenem Datenmaterial üben wir schwerpunktmäßig wichtige Aspekte des axialen und selektiven Interpretierens und besprechen Fragen der Ergebnisaufbereitung.

 

Wünschenswert sind Grundkenntnisse der empirischen Sozialforschung. Sie sollten jene Dokumente mitbringen, die aktuell im Zentrum Ihrer Analysearbeit stehen. Sie benötigen einen ruhigen Computerarbeitsplatz, eine Kamera und ein Mikrophon für die Teilnahme am Kurs.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 14 Personen beschränkt, um genügend individuelle Teilhabe speziell in diesem Videokonferenzformat zu gewährleisten.

Der Workshop wird auf Deutsch durchgeführt.

©2019 -2020 Dortmunder Methoden Werkstatt. Erstellt von Susanne Friese.

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